Gelenkarmmarkise oder Kassettenmarkise? Den passenden Sonnenschutz finden
- Thorsten Zarbock

- vor 5 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
Wenn die Sommersonne im Juli unerbittlich auf die Terrasse in Hannover oder Hildesheim brennt, wird der Aufenthalt im Freien ohne passenden Schatten schnell unangenehm. Eine hochwertige Markise ist dann die klassische und bewährte Lösung, um blendfreies Licht und kühle Temperaturen auf der Terrasse zu garantieren. Doch wer sich mit dem Thema Sonnenschutz beschäftigt, steht schnell vor einer grundlegenden Entscheidung: Soll es eine Gelenkarmmarkise, eine Halbkassette oder eine Vollkassettenmarkise sein? Die Wahl beeinflusst nicht nur die Optik, sondern vor allem die Langlebigkeit des Stoffs.

Definition: Die 3 Haupttypen von Terrassenmarkisen
Hinweis für die Kaufentscheidung: Der zentrale Unterschied zwischen den Systemen liegt darin, wie gut das Markisentuch im eingefahrenen Zustand vor der Witterung geschützt ist.
1. Die offene Gelenkarmmarkise: Das Einsteigermodell. Die Tuchwelle und die Gelenkarme liegen im eingefahrenen Zustand komplett frei und sind von außen sichtbar.
2. Die Halbkassettenmarkise (Hülsenmarkise): Ein Halbschutz. Das eingefahrene Tuch wird von oben und vorne durch ein Aluminiumprofil (die "Hülse") geschützt, bleibt aber nach unten hin offen.
3. Die Vollkassettenmarkise: Die Premiumlösung. Im eingefahrenen Zustand verschwinden das Tuch und die gesamte Gelenkarm-Mechanik millimetergenau in einer geschlossenen Aluminiumkassette.
Die offene Gelenkarmmarkise: Wo sie Sinn macht
Da die Mechanik und das Tuch bei der offenen Gelenkarmmarkise ungeschützt sind, eignet sich dieses System ausschließlich für baulich geschützte Standorte.
Haben Sie einen tiefen Dachüberstand oder einen darüberliegenden Balkon, der die Markise vor Schlagregen und Schnee schützt? Dann ist eine offene Markise eine kostengünstige und robuste Wahl. Wird sie jedoch an einer ungeschützten Wetterseite (z.B. nach Westen) an die Fassade montiert, setzt sich schnell Schmutz auf dem Tuch ab, und Feuchtigkeit kann zur Bildung von Stockflecken führen.
Die Vollkassettenmarkise: Kompromissloser Schutz
Wer Wert auf Langlebigkeit, Ästhetik und minimalen Wartungsaufwand legt, entscheidet sich heute fast immer für eine Vollkassettenmarkise.
Der Wetterschutz: Die Konstruktion umschließt das empfindliche Acryl- oder Polyestertuch komplett. Im Winter können Schnee und Eis dem Material nichts anhaben, und auch Insekten nisten sich seltener in der Tuchwelle ein. Das Tuch bleibt über Jahre hinweg sauber und die Farben leuchten deutlich länger.
Die Optik: Eingefahren wirkt die Vollkassette wie ein dezentes architektonisches Element an der Hausfassade. Es hängen keine Stoffbahnen oder sichtbaren Gelenkarme herunter.
Zusatzausstattung: Moderne Kassettenmarkisen lassen sich perfekt mit elektrischen Volants (einem ausfahrbaren Stofftuch nach unten gegen tiefstehende Sonne) oder integrierten LED-Leisten im Ausfallprofil kombinieren.
Motor, Sensorik und Smart-Home
Die Zeiten, in denen eine 5 Meter breite Markise mühsam mit der Handkurbel ein- und ausgefahren wurde, sind im Premium-Segment vorbei.
Für maximalen Komfort und Sicherheit statten wir unsere Sonnenschutzlösungen standardmäßig mit leisen, wartungsfreien Elektromotoren aus. Der wichtigste Aspekt ist hierbei der integrierte Windwächter (Windsensor). Kommt im Sommer ein plötzliches Gewitter auf, während Sie gerade nicht zu Hause sind, misst der Sensor die Erschütterungen. Wird ein kritischer Schwellenwert überschritten, fährt die Markise automatisch ein. So werden abgerissene Gelenkarme oder Schäden an der Hausfassade effektiv verhindert.
Der nächste Schritt: Sonnenschutz nach Maß planen
Eine Markise muss perfekt auf die Breite Ihrer Terrasse und den Sonnenstand auf Ihrem Grundstück abgestimmt sein. Zudem muss vorab geprüft werden, wie schwer die Kassette ist und ob das Mauerwerk (besonders bei gedämmten Fassaden) die Hebelkräfte der Gelenkarme aufnehmen kann.Wir begutachten Ihre Einbausituation vor Ort und empfehlen Ihnen das System, das Ihnen jahrzehntelang verlässlich Schatten spendet.





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