Wohin mit dem Regenwasser? Vorschriften zur Terrassendach-Entwässerung
- Thorsten Zarbock
- 21. Apr.
- 2 Min. Lesezeit
Zusammenfassung: Regenwasser von einem Terrassendach darf in Niedersachsen nicht unkontrolliert auf das Nachbargrundstück oder einfach in den öffentlichen Schmutzwasserkanal abgeleitet werden. Gemäß dem Wasserhaushaltsgesetz (WHG) und lokalen Gemeindesatzungen (beispielsweise in Hannover oder Sarstedt) soll Niederschlagswasser bevorzugt auf dem eigenen Grundstück versickern – etwa über eine Rigole – oder in einer Zisterne gesammelt werden. Ein Anschluss an das städtische Regenwassernetz ist oft möglich, erfordert jedoch eine vorherige Genehmigung durch die zuständige Kommune.

Das Problem mit dem Wasser: Warum ein Rohr nicht ausreicht
Ein modernes Terrassendach aus Aluminium und Glas schützt Sie perfekt vor norddeutschem Schietwetter. Doch was passiert mit dem Wasser, das oben landet? Bei einer durchschnittlichen Dachfläche von 20 bis 30 Quadratmetern kommen bei einem heftigen Sommergewitter schnell mehrere hundert Liter Wasser zusammen.
Einfach ein Regenrohr an die Seite klemmen und das Wasser auf den Rasen laufen lassen? Das ist in den meisten Fällen weder rechtlich erlaubt noch gut für Ihr Haus. Wenn das Wasser dauerhaft direkt an die Hauswand gespült wird, drohen langfristig Feuchtigkeitsschäden im Keller oder Mauerwerk.
Darf das Wasser einfach zum Nachbarn laufen?
Hier ist das Baurecht absolut eindeutig: Nein. Sie dürfen die Entwässerung Ihrer Terrassenüberdachung niemals so konstruieren, dass das Regenwasser auf das angrenzende Grundstück abfließt.
Selbst wenn das Wasser "nur" stark in Richtung des Nachbarzauns spritzt und dort Pfützen bildet, kann der Nachbar Unterlassung und im schlimmsten Fall Schadensersatz fordern. Das Wasser muss zwingend auf Ihrem eigenen Grundstück bleiben oder fachgerecht abgeführt werden.
Die 3 besten Lösungen, um Regenwasser von der Terrasse abzuleiten
Als Fachbetrieb für den Terrassenbau in Hildesheim, Laatzen und Hannover kennen wir die Vorgaben der örtlichen Behörden genau. Diese drei Wege sind rechtssicher und bautechnisch sinnvoll:
Die Versickerung (Rigole / Sickerschacht): Die eleganteste und von den Gemeinden bevorzugte Lösung. Das Wasser wird über das Fallrohr unterirdisch in eine sogenannte Rigole (einen mit Kies gefüllten Schacht oder spezielle Kunststoffblöcke) geleitet. Dort wird das Wasser gespeichert und nach und nach an das Erdreich abgegeben. Wichtig: Die Rigole muss ausreichend Abstand zum Haus und zur Grundstücksgrenze haben.
Die Regentonne oder Zisterne: Nutzen Sie das Wasser für Ihren Garten! Bei einem Terrassendach bietet sich ein unterirdischer Erdtank (Zisterne) an. Wenn der Tank voll ist, läuft das überschüssige Wasser über einen Überlauf in die Versickerung. Das spart an heißen Sommertagen bares Geld bei der Gartenbewässerung.
Anschluss an den Regenwasserkanal: Wenn Ihr Haus über ein Trennsystem verfügt (Regenwasser und Schmutzwasser sind getrennt), können Sie das Terrassendach oft an die bestehende Regenwasserleitung anschließen. Dies muss jedoch bei der Stadt oder Gemeinde beantragt werden.
🚨 Vorsicht: Die Schmutzwasser-Falle! Schließen Sie das Fallrohr Ihres Terrassendachs niemals heimlich an das Rohr an, in das auch Ihr Abwasser (Bad/Küche) fließt. Die Kläranlagen sind für diese enormen Wassermengen bei Starkregen nicht ausgelegt. Wer erwischt wird, zahlt empfindliche Bußgelder!
Unsichtbare Entwässerung – Direkt in den Pfosten integriert
Optik und Funktionalität schließen sich nicht aus. Bei den hochwertigen Aluminium-Terrassendächern von GW-Terrassendach müssen Sie sich keine Sorgen um hässliche Plastikrohre an der Außenseite machen.
Bei unseren Systemen ist die Entwässerung komplett unsichtbar in die tragenden Aluminiumpfosten integriert. Das Wasser läuft diskret im Inneren ab und kann direkt am Boden in die Versickerung oder Zisterne abgeleitet werden. Da wir als regionaler Partner in Sarstedt auf Wunsch auch die Erdarbeiten und Fundamente übernehmen, bereiten wir den korrekten Wasserablauf direkt beim Aufbau für Sie vor.